5 Spielzeuge, die Kindern UND Eltern Spaß machen

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Wir kommen auf die Welt und alles ist ein Wunder, alles ist ein Spiel.

Am Anfang brauchen wir noch nicht mal Spielzeug, denn unsere Fantasie macht aus Stöcken Schwerter, aus Kartons Raumschiffe und aus Papas Schlüsseln ein Musikinstrument.

Später haben wir dann Bauklötze, Burgen, Puppen, Autos, Actionfiguren etc.

Dann werden wir älter und das Spiel des Lebens wird komplizierter. Doch Spielzeuge spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle. Sie sind nur deutlich teurer geworden…

Und irgendwann, wenn wir Kinder bekommen, schließt sich der Kreis und wir spielen wieder mit den Spielzeugen, die wir selber früher hatten. So manch einer braucht dafür noch nicht mal Kinder: Die Kraft der Nostalgie füllt so manch einen Hobbyraum mit Spielzeug aus der eigenen Kindheit, das teilweise teuer auf eBay zusammengekauft wurde. Schuldig im Sinne der Anklage.

Im Folgenden habe ich mal 5 Spielzeuge aufgeführt, die Eltern ebenso viel Spaß machen wie ihren Kindern. Manchmal sogar noch mehr…

1. Ferngesteuerte Autos mit Kamera

„Langweilig!“ schreien jetzt vielleicht einige von euch. „Es gibt doch schon Drohnen mit Kameras!“ Naja, aber die sind dann wohl doch eher was für „ältere Kinder“, die man schon fast junge Erwachsene nennen könnte, oder? Die richtig guten Drohnen sind ja auch nicht ganz günstig in der Anschaffung und, bei Odin, auch nicht leicht zu steuern. Irgendwo in unserem Haus röchelt auch das Wrack eines Minihubschraubers vor sich hin. Papa muss das demnächst vorher mal in weniger beengten Räumlichkeiten üben.

Doch bei „kleine Macher„, einer Seite, die Kinderspielzeug nach assoziierten Berufen einteilt, habe ich eine adäquate Vorstufe zum fliegenden Wahnsinn gefunden: Ferngesteuerte Autos mit Kamera! In der Welt des „2D“ kann mein Sohn noch nicht ganz so viel kaputt machen, bevor er den Luftraum des mystischen „3D“ erobert. Außerdem macht es auch mir, nach wie vor, mega viel Spaß kleine Parcours zu bauen und ein ferngesteuertes Auto durch präzises Bremsen im richtigen Moment um die Kurve schleudern zu lassen. Bis mein Sohn anfängt zu heulen und verlangt, dass ich ihm endlich die Fernsteuerung zurückgebe. Mir hinterher auf einer Kamera die wilde Fahrt nochmal anschauen zu können, wäre ein fetter Bonus! Außerdem wäre eine Kamera an einem ferngesteuerten Auto auch perfekt, wenn ich Miss Wiki mal wieder auf die Palme gebracht habe. Dann könnte ich vorsichtig um die Ecke fahren und erst mal auf einem Monitor checken, ob die Luft rein ist…

2. Videospiele

Ich höre regelrecht wie Ärzte und Sittenwächter aufschreien. Ja, mir ist auch bewusst, dass man mit Videospielen, und überhaupt, mit der Beschallung durch die Medien bei Kindern so spät wie möglich anfangen sollte. Doch gleichzeitig ist es naiv und schlicht unmöglich in einer Welt von Internet, Smartphones und allgegenwärtigen Videospielen unsere Kinder mit Scheuklappen rumrennen zu lassen.

Mir war klar, dass ein heiliges Siegel zerbrochen wurde, als mein Sohn heimlich die Treppe zu meinem Büro heraufgeschlichen war und mich beim Minecraft zocken erwischt hatte. Das Leuchten in seinen Augen erinnerte mich an mein jüngeres „Ich“, als ich mein erstes Videospiel vor Augen hatte. Auch wenn ich nicht mehr mit Sicherheit sagen kann, was das überhaupt war. Doch nun werde ich mich früher oder später mit der Frage beschäftigen müssen, was für einen fast Sechsjährigen überhaupt ein angemessenes Spiel wäre. Er kommt ja nun erstmal in die Schule, um überhaupt richtig Lesen zu lernen.

Rein gefühlsmäßig wären niedliche Jump n‘ Runs wie Super Mario, Rayman oder Spyro vermutlich nicht allzu verstörend.

Später dann sowas wie The Legend of Zelda: Link’s Awakening, bei dem auch Papa vor Nostalgie heulen wird.

Minecraft bietet sich als niedliches und kreatives „Klötzchenspiel“, wie Junior es nennt, auch an, hat jedoch eine verhältnismäßig komplizierte Steuerung. Das wird noch warten müssen.

Am besten wären vermutlich Games, für die er noch nicht lesen können muss, die halbwegs einfache Steuerung haben und die man zusammen bzw. gegeneinander zocken kann. Da kommt mir spontan Mario Kart 8 Deluxe für die Nintendo Switch in den Sinn.

Und wer eben, bei Punkt 1 gedacht hat „Ferngesteuerte Autos mit Kameras sind doch super lame, wenn man mit seinem Nachwuchs auch Videospiele zocken kann“, der könnte irren. Zunächst mal ist die Welt der Haptik und reellen Zusammenstöße immer noch ein ganz anderes Erlebnis, als ein Autorennen in einem Videospiel. Doch vor allem: Was wäre, wenn sich ferngesteuerte Autos mittels Kamera und AR (Augmented Reality) zu einem abgefahrenen Mario Kart-Erlebnis kombinieren ließen? Ich zumindest war ziemlich von den Socken, als ich beim Recherchieren von möglichen Videogames für Kinder Mario Kart Live: Home Circuit entdeckte:

Mario Kart Live: Home Circuit – Veröffentlichungstrailer (Nintendo Switch)

Sehr geil, wenn man zu Hause den nötigen Platz für einen schönen Parcours hat. Durch die bodennahe Perspektive und die AR-Effekte wirken die ferngesteuerten Flitzer sogar schneller als sie eigentlich sind. Well done, Nintendo. Und vor allem lache ich mich scheckig, wenn ich mir die selbstgebauten Strecken auf YT anschaue, wo Mario und Luigi ständig Katzen aufscheuchen oder an einer Bier-bauchigen Couchkartoffel im Unterhemd vorbeifahren…

Wer sich das auf Amazon mal anschauen will: Mario Kart Live: Home Circuit – Mario*

3. Brettspiele

Brettspiele kommen natürlich nie aus der Mode. Es geht noch nichts darüber, wetterunabhängig, mit der ganzen Familie am Tisch zu sitzen, Würfel zu rollen und Spaß zu haben! Bis einer heult!

Besonders Junior kommt bei uns häufig an seine emotionalen Grenzen, wenn er mal nicht in einer Tour gewinnt. Uns darüber aufzuregen, erscheint uns jedoch ziemlich lächerlich, weil wir genau wissen, von wem er es hat nicht verlieren zu können…

Zumindest haben wir neben Das verrückte Labyrinth und Sagaland vor einiger Zeit ein neues Brettspiel entdeckt, das Fluch und Segen gleichzeitig ist: Karak!!!

Segen, weil es ein wirklich schön gemachter und kindgerechter Fantasy-Dungeon Crawler ist, der auch Erwachsenen Spaß macht.

Fluch, weil der kleine Nerv-Gnom nun Tag und Nacht nach Karak schreit und überhaupt nicht genug davon bekommen kann. Tja, die Geister, die wir riefen.

4. Gartenspiele

Kinder lieben es, sich zu bewegen und rumzutoben, dass den Helikopter-Eltern die Haare zu Berge stehen. Deshalb sind Gartenspiele, bzw. alle Spielzeuge, die draußen benutzt werden können natürlich perfekt, um den Nachwuchs auszupowern und sicher zu gehen, dass dieser abends auch diskussionslos an der Matratze horcht.

Zwei meiner Favoriten, die die Geschicklichkeit der Kleinen herausfordert und trainiert, sind Leitergolf und Wikingerschach. Doch gerade im Sommer sind Planschbecken und Super Soaker – oder wie die ganzen Wasserpistolen heißen – natürlich erste Wahl.  

Und all diese Games haben gemeinsam, dass sie auch für Erwachsene nie aus der Mode kommen. Besonders, weil viele davon sehr leicht zu Trinkspielen umfunktioniert werden können. Äh… Wow, mir fällt gerade auf, dass ich immer noch aus der Perspektive eines zwanzigjährigen Studenten schreibe. Und das, obwohl ich mir mittlerweile auf dem Trampolin meines Sohnes alle Knochen brechen würde.

5. Lego

Ok, muss ich dazu noch was sagen? Die kleinen Plastiksteinchen, die nachts so angenehm unter dem Fuß kitzeln, wenn man drauftritt, haben schon vor langer Zeit ihren Siegeszug in Kinderzimmern angetreten. Doch spätestens, als Lego die Lizenzen von einigen Ikonen der Popkultur kaufte, stellten sich auch die sogenannten „Adult Collectors“ plötzlich wieder die Bude mit Lego voll. Gerade neulich hatte ich unter Schweiß und Blut den Lego Batwing zusammengebaut.

Doch nicht, dass die teuren Legosets für Erwachsene nötig wären, damit groß und klein mit Lego Spaß haben kann. Was ich mit meinem Sohn nun schon an Städten, Raumschiffen und anderen Ausgeburten der Fantasie zusammengebaut habe, ist rekordverdächtig. Eine bunte Welt des kreativen Bastelns für meinen Sohn – meditatives Legobauen, um nicht bekloppt zu werden für mich. Win-win.

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Über Thilo (1098 Artikel)
Hi, ich bin der Gründer dieses bekloppten Blogs. Außerdem Realitätsflüchter, Romantiker, Rollenspieler, Gamer, Fantasynerd, Kneipenphilosoph und hochstufiger Spinner. Manchmal jogge oder schwimme ich, doch meistens trinke ich Bier.